Alte - Brennerei - Hellmann (Seminar und Urlaubshotel)
Streiflichter Archiv
Der Abschied ist Nahe
Dülmen. Acht Wochen lang waren einige Mitglieder der „Unter Bauern“ – Crew in der „Alten Brennerei Hellmann“ in Hiddingsel untergebracht. In dieser Zeit kümmerten sich Anke und Klaus Everschor um das Filmteam und sorgten für eine familiäre Stimmung bei den Gästen. Heute Abend findet der letzte Drehtag des Teams statt, und die Zeit für den Abschied rückt unaufhaltsam näher.
Genießen die letzten gemeinsamen Tage in der „ Alten Brennerei Hellmann“: (von links) Kameramann Dani Schnoer, Anke Everschor, Produzent Joachim von Mengershausen, Schauspielerin Margarita Broich, Klaus Everschor und Regisseur Ludi Boeken
„ Es war unser Zuhause“
„Unter Bauern“ – Crew verlässt nach acht Wochen die Alte Brennerei Hellmann
Dülmen. Schon seit Wochen machen die Dreharbeiten zum Kinofilm „Unter Bauern“ Schlagzeilen (die Streiflichter berichten). Der Film schildert die reale Geschichte der Familie Spiegel aus Ahlen, die auf der Flucht vor Nazis und Verfolgung Unterschlupf auf einsamen Höfen im Münsterland erhielt. Nicht nur bekannte Schauspieler wie Veronica Ferres, Armin Rohde oder Margarita Broich verbrachten die langen Wochen der Drehzeit in der Umgebung, auch die rund 80-köpfigen Filmcrew musste untergebracht und verpflegt werden. Für einen Teil des Filmteams kamen hier Anke und Klaus Everschor, Betreiber der „Alten Brennerei Hellmann“ in Hiddingsel ins Spiel. Wehmütig blickt Anke Everschor bereits jetzt zum Ende der Woche, wenn die Crew das letzte Mal Quartier in den 15 Hotelzimmern des Traditionshauses machen wird. „Die 15 Leute, die hier übernachtet haben, waren jetzt seit ca. acht Wochen hier. Das war ein unheimlich nettes Team und wir haben jede Menge Spaß gehabt. Es ist schon etwas anderes, wenn man Gäste so lange bewirten darf.“ Auch für Klaus Everschor wird der Besuch des Filmteams lange in guter Erinnerung bleiben: „ Ich konnte endlich mal voll meinen Beruf als Koch ausleben. Wer abends vom Dreh zu uns kam, konnte ohne Speisekarte bestellen und ich habe es zubereitet.“
Ein erlebnisreicher Aufenthalt
Auf einige kuriose Geschichten kann das Ehepaar Everschor bereits zurückblicken, wie Klaus Everschor berichtet: „Einmal waren Autogrammjäger hier, die wohl mitbekommen hatten, das Veronica Ferres und Marga Spiegel hier gegessen haben. Die haben wir aber schön abgewimmelt, damit das Team seine Ruhe hat. Außerdem wurden nachts die Kirchturmglocken abgestellt“, so Everschor weiter, „damit die Glocken unsere Gäste nicht aus dem Schlaf reißen. Das wird übrigens auch nach der Abreise so bleiben.“ Auch Regisseur Ludi Boeken, der zusammen mit seinem Kameramann schon seit Anfang August in der Alten Brennerei lebte, wird die Zeit in dem Gasthaus vermissen, wie er berichtet: “Wir waren sehr glücklich hier. Das war nun seit über zwei Monaten unser Heim. Als wir eine Woche weg waren, um in Bad Waldiesborn zu drehen, haben wir immer gesagt, bald geht es wieder in die Brennerei´- auch wenn es gut dort war.“ Vor allem die Kochkünste von Klaus Everschor haben es Ludi Boeken angetan: „Als ich ein Steak aß, war ich bereits hin und weg – als ich aber dann die Pfifferlinge probierte, wollte ich nichts anderes mehr. Außer natürlich dem Vanilleeis mit heißen Himbeeren…“ Zu den Dauergästen zählte außerdem Schauspielerin Margarita Broich, die sehr traurig ist, dass das Beisammensein nun ein Ende hat: „ Es ist echt Schade, dass wir nun nicht mehr abends hier zusammen sitzen können. Das Kaminzimmer nannten wir immer, unser Wohnzimmer´. Dort trafen wir uns immer abends nach dem Drehtag, um gemeinsam zu essen und den Tag ausklingen zu lassen. Es war irgendwie wie Urlaub. Ich fand es auch sehr schön, dass Frau Everschor zu den Dreharbeiten kam“. Doch nicht nur die Unterkunft und Verpflegung hat es dem Filmteam angetan, wie Produzent Joachim von Mengershausen beisteuert: „ Das Münsterland bietet einfach eine wahnsinnig schöne Landschaft. Die Schönheit springt einem nicht immer gleich ins Auge, aber die verborgende Schönheit ist etwas ganz Besonderes.“ Letzter Drehtag des Kinofilms, der im Frühjahr 2009 in den Kinos anlaufen soll, ist am heutigen Abend. Die Crew , die durch das Zusammenleben im Hiddingsler Gasthaus zu einer kleinen Familie wurde, wird die Quartiere räumen, doch wollen alle noch einmal wieder kommen, wie Ludi Boeken erklärt: „ Es war wie meine Heimat. Man kam nach einem harten Tag leer nach Hause, und konnte neue Energie für den nächsten Tag tanken.“ Doch es gibt noch einen anderen Grund, wie Boeken lachend, mit einem Augenzwinkern hinzufügt: „ Außerdem muss ich mein Fahrrad suchen. Das fand wohl jemand so toll, dass er es behalten wollte. Es ist ein großes orangenes Rad mit einem gebogenen Lenker. Wer es findet, bekommt einen Monat lang Steaks, Pfifferlinge und Vanilleeis mit heißen Himbeeren von mir bezahlt…“ –as-
Eröffnung der Alten Brennerei Hellmann
Sechs Tage in der Woche, außer montags, können die Gäste der Alten Brennerei Hellmann
Gut bürgerliche Küche erwarten.
Ein absolutes Traditionshaus öffnet wieder seine Tore: Die Alte Brennerei Hellmann, das
Unter Denkmalschutz stehende Neorenaissancegebäude mit internationalem Flair in
Hiddingsel, steht ab dem 1. Mai wieder allen Gästen zur Verfügung.
„Absolutes Traditionshaus“ Anke und Klaus Everschor eröffnen am 1. Mai wieder die Alte Brennerei Hellmann
Am Montagabend bei der Eröffnung der Alten Brennerei Hellmann begrüßten
Klaus (von links) und Anke Everschor auch Marianne Sievert-Terlau, die den Anlass
Nutzte, um sich im Haus ihrer Großeltern umzuschauen.
Hiddingsel. „Unsere Gäste, die zuvor bei uns gebucht haben, sind alle mit uns gekommen.
Sowohl unsere Stammgäste in der Gastronomie als auch im Hotelbereich.“
Traditionshaus übernommen
Rundherum zufrieden sind Anke und Klaus Everschor ,wenn sie durch die Alte Brennerei
Hellmann in Hiddingsel , Neustraße 25, gehen.
„Nach fünf Jahren im Landgasthaus Strietholt hat es uns gereizt, etwas Neues zu machen“ ,
erklären sie. „Von daher haben wir uns dazu entschlossen, die Alte Brennerei Hellmann
zu übernehmen. Ein absolutes Traditionshaus, was uns viele Möglichkeiten bietet.“
Und auch den Gästen, auch wenn sich vom Angebot im Vergleich zu dem bisherigen im
Landgasthaus Strietholt nicht so viel ändert. „Wir legen auch in Zukunft Wert auf eine
gute Qualität bei moderaten Preisen“ , erklärt Klaus Everschor das Erfolgsrezept, mit
dem man in den vergangenen fünf Jahren schon gut gefahren ist.
Aus Sicht der Gastronomie können die Gäste weiterhin eine gut bürgerliche Küche
mit abwechslungsreichen Buffets von westfälisch bis mediteran erwarten.
Auch der Brunch – immer an Sonn – sowie einigen Feiertagen – bleibt so reichhaltig
wie in der alten Lokalität. Jeweils von 10 bis 14 Uhr erhalten die Gäste zum Preis von
12,90 Euro vier bis sechs Fleischsorten, 1 Fischgericht , 1 Geflügelgericht, verschiedene
Gemüsesorten, Beilagen sowie zuvor ein üppiges Frühstück. „ In Dülmen war unser
Brunch eigentlich immer sehr gut besucht“ , so Anke Everschor.
„Natürlich hoffen wir, dass das auch in der Alten Brennerei so sein wird.“
Neu: Kaffe und Kuchen sowie die „Kleine Karte“
Mit einigen Neuerungen gehen sie natürlich auch an den Start: So wird Fahrradtouristen
sowie allen, die eine Kleinigkeit essen wollen, von 11 bis 18 Uhr eine „kleine Karte“
angeboten – hier locken in diesen Tagen saisonal bedingt Spargelgerichte.
Von 14.30 bis 16.30 Uhr Uhr haben die Gäste die Möglichkeit, Kaffe und im Haus
gebackene Kuchen zu genießen. Ab 18 Uhr geht’s dann täglich, außer montags,am Ruhetag,
mit der warmen Küche los.
Nähere Informationen zur Alten Brennerei Hellmann und den Angeboten von Familie
Everschor gibt’s im Internet unter www.alte-brennerei-hellmann.de.
Buchungen können unter Telefon (02590) 9437978 ab sofort vorgenommen werden.